Oktober 2014

 

 


 

Bordeaux Dogge Angela angefahren

Auf unserem Notrufhandy erreichte uns ein Anruf, dass ein Hund an einer stark befahrenen Straße in Wyler angefahren wurde. Unser Mitarbeiter machte sich auf den Weg und fand die Dogge blutend im Garten vor. Sie war durch ein Loch im Zaun auf die Straße gelangt und wurde dort von einem Auto mit ca. 60 km/h angefahren. Von dort konnte sie, unter Schock, wieder zurück in den Garten gelangen. Angela, so ist ihr Name, wurde dann in das Tierheimauto getragen und von dort zur Tierklinik gebracht, wo Röntgenaufnahmen und ein Ultraschall gemacht wurden.

Nach Rücksprache mit der Klinik konnte Angela von ihren Besitzern schon einen Tag später mit nach Hause genommen werden. Sie hat Glück im Unglück.

 


 

DNA-Test bei Hunden

In den letzten Jahren stellten  wir uns in unserer Tierschutzarbeit immer wieder die Frage „ Ist der Hund ein Anlagehund? Ja oder nein?“ Nicht immer war die Einstufung eindeutlich für uns. Jedoch sehr wichtig, was die Vermittlung betrifft, denn davon hängt so viel ab. Einerseits die Maulkorbpflicht als auch Sachkundenachweise und hohe Hundesteuer.

Mitte des Jahres wurde uns durch die Polizei eine Fundhündin gebracht. Sie hatte einen niederländischen Mikrochip, war jedoch nirgendwo registriert. Ob durch Facebook oder ähnliche Internet-Plattformen, wir konnten den Halter nicht ermitteln. So tauften wir die Hündin Hannah, brachten sie zur Tierklinik zwecks Entwurmung und Impfung und dort stellte sich dann auch die Frage  „welche Rasse“. Hannah sah aus wie eine amerikanische Bulldogge, aber reinrassig oder nicht? Uns persönlich wäre das ja egal, aber die Ordnungsämter und Behörden sehen das etwas anders. Und die Einstufung in einen Mischling würde die Vermittlung immens erleichtern.

So nahmen wir Kontakt mit dem hiesigen Veterinäramt auf und sandten Bilder von Hannah zu. Die Amtsleiterin wollte sich da auch nicht festlegen und gab uns den Tipp einen DNA-Test durchführen zu lassen. Guter Tipp, aber können wir uns das leisten?

Wir informierten uns und zu unserer Überraschung lagen die Kosten “nur“ noch bei ca. 100 €. Das ist zwar auch viel Geld, aber vor Jahren war noch die Rede von 500 bis 600 €.

Also veranlassten wir die Blutabnahme zwecks DNA-Tests. Hannah benahm sich ganz brav und vorbildlich beim Tierarzt. Alle hatten sie gleich ins Herz geschlossen.Ca. 3 Wochen mussten wir auf das Ergebnis warten.

In der Zwischenzeit interessierten sich sehr liebe Tierfreunde für Hannah. Sie hatten bereits eine amerikanische Bulldogge, die aber nun verstorben war. Alle Sachkundenachweise waren vorhanden, aber die hohe Hundesteuer für einen Anlagehund als auch die oftmals Beitrags höhere Haftpflichtversicherung schreckte sie zurück. Rein optisch waren die Interessenten der festen Überzeugung, dass Hannah reinrassig sei. So hieß es erstmal das Testergebnis abwarten.

Nach 3 Wochen erreichte uns dann das Fax mit dem Testergebnis. Wir trauten unseren Augen nicht. Hannah war ein „reiner“ Mischling. Keine Rasse war über 30 % in ihren Genen vertreten. Wäre der Anteil der amerikanischen Bulldogge bei 60 % gewesen, so wäre Hannah als amerikanischer Bulldoggen-Mischling eingestuft worden. Bei noch  höherer Prozentzahl, gar reinrassig.

Aber wir hatten Glück und so stand der unkomplizierten Vermittlung nichts mehr im Wege, da dieser DNA-Test ordnungsbehördlich anerkannt ist.

Die neue Familie war überglücklich Hannah zu sich nehmen zu können und Hannah fühlt sich in ihrem neuen Zuhause sichtlich wohl.

Auch bei einem weiteren Fall konnten wir durch unsere neu errungenen Erfahrungen helfen. Eine Familie hatte eine Mischlingshündin im Welpenalter zu sich genommen. Je älter und größer sie wurde, umso mehr ähnelte sie einem Am. Stafford-Terrier. Es dauerte nicht lange, da machten die besorgten Nachbarn Terror beim Ordnungsamt, obwohl die junge Mischlingshündin einfach nur lieb war. Auf unser anraten ließ die Familie den DNA-Test machen und siehe da, auch diese Hündin konnte als reiner Mischling eingestuft werden und alle Gemüter konnten beruhigt werden. Die Familie hatte schon befürchtet die Hündin abgeben zu müssen, denn die hohen Steuern hätten sie sich einfach nicht leisten können.

Eigentlich schade, dass es leider immer noch viele Vorurteile diesen Rassen gegenüber gibt. Aber vielleicht haben wir ja den einen oder anderen Leser auf eine gute Idee gebracht. Oder andere Tierheime können nun durch diesen Test,  optisch evtl.  falsch eingestufte Hunde, doch noch vermitteln. Wer weiß…

 


 

Tolle Spendenaktion

Die Freundinnen Jesie Massat (9 Jahre) und Aalyha Nowak (11 Jahre) haben für das Tierheim eine tolle Spendenaktion durchgeführt. Sie fertigten LoomBands selber an und verkauften diese 2 Tage lang. Dabei kam die stolze Summe von rund 73,00 € zusammen.

Dafür möchten wir uns, auch im Namen der Tiere, recht herzlich bedanken!